Handy spielen in gesellschaft

Die grosse Mehrheit der Jugendlichen besitzt ein Smartphone. Wer keins hat, ist ausgeschlossen. Viele Eltern beobachten den Umgang mit gemischten Gefühlen. Die neue Studie gibt ihnen recht: Fast jeder zehnte 8 Prozent junge Smartphone-Besitzer ist suchtgefährdet, fanden deutsche Wissenschaftler heraus. Die Studie sei damit repräsentativ für die Handybesitzer dieser Altersgruppe.

Viele Kinder und Jugendlichen räumen gegenüber den Forschern durchaus selbstkritisch einen fragwürdigen Umgang mit den mobilen Computern ein. Fast die Hälfte gibt zu, durch das Handy abgelenkt zu werden, etwa von den Hausaufgaben 48 Prozent , oder unüberlegt persönliche Daten preiszugeben 43 Prozent.

Mehr als jeder vierte junge Befragte gab an, schon einmal Nachrichten von Fremden erhalten zu haben. Jeder Fünfte 21 Prozent ist schon auf nicht jugendfreien Seiten gelandet, gibt schulische Probleme durch seine starke Handy-Nutzung zu 20 Prozent und hat via Smartphone schon Gewalt-Videos mit entwürdigenden Darstellungen bekommen 19 Prozent. Jeder Siebte 15 Prozent bemängelt, dass die echten Kontakte zu Freunden zu kurz kommen. Am geringsten scheint bei den Acht- bis Vierzehnjährigen noch das Problem des sogenannten Sextings: Nur knapp jeder zwanzigste Befragte 4 Prozent gab an, bereits intime Fotos verschickt zu haben.

Davon ausgehend, dass viele junge Befragte dazu neigen könnten, die Schattenseiten des geliebten Smartphones herunterzuspielen, seien die Zahlen Mindestgrössen - eine Dunkelziffer nach oben hin könne nicht ausgeschlossen werden, sagt Karin Knop von der Uni Mannheim.

Die exzessive Nutzung der Smartphones durch Kinder und Jugendliche sei zu einem Teil durch die Angst getrieben, aus dem Kommunikationsprozess des Freundes- oder Bekanntenkreises ausgeschlossen zu werden. Viele Eltern kontrollieren heimlich, was ihre Sprösslinge mit dem Smartphone treiben.

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Die Forscher fanden vier verschiedene Typen von Eltern: Ein Siebtel 15 Prozent kapituliert vor den mobilen Multifunktionsapparaten und verzichtet auf erzieherische Vorgaben. Sie schränken den Umgang mit dem Smartphone ein und ignorieren die Nachteile, die ihren Kindern dadurch entstehen. Technische Nutzungseinschränkungen sind den meisten Eltern unbekannt. Medienpädagogischen Rat aus dem Internet holen sich ebenfalls die wenigsten, fanden die Forscher heraus.

Mit Vorurteilen haben vor allem Flüchtlinge mit Handys zu kämpfen. Ganz so einfach ist es nicht, wie der Migrationsforscher Vassilis Tsianos erklärt. Wie fühlt es sich an, eine Woche lang auf das Smartphone zu verzichten? Eine Zürcher Sekundarschulklasse wagt den Versuch und staunt über sich selbst.

Handysucht vs. Mitläuferverhalten

Von Simone Schmid, Promontogno. Bescheidene Sprachkenntnisse, viele Erfahrungen mit Ausländern: Das sind nur zwei Befunde der bisher grössten Jugendstudie zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt. Vor einigen Tagen ist eine Frau ihrem Telefon in der Donau nachgetaucht, sie wurde vermisst, ist jetzt aber unbeschadet zurück.

Was motiviert solche Leute?

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Schon Kinder fühlen sich vom Handy gestresst - News Leben: Gesellschaft - imuqopysijer.tk

Kai Spanke. Das sind zum Glück Einzelfälle, die jedoch medial stark wahrgenommen werden. Wie übrigens auch die Menschen, die umkommen, weil sie in heiklen Situationen Selfies machen. Da stellt sich natürlich gleich die Frage, was das Smartphone für uns bedeutet und was auf dem Gerät stattfindet.

Das Smartphone ist eine Art Schweizer Taschenmesser geworden, weil es über zahllose Funktionen verfügt und uns im Alltag enorm unterstützt.

Letztlich handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem wir erfolgreicher als zuvor in unserer Umgebung bestehen können. Überspitzt formuliert: eine Art ausgelagertes Gehirn.

Warum die Smartphone-Nutzung unsere Gesellschaft verändert

Deswegen reagieren viele auch panischer beim Verlust des Smartphones als etwa bei einem abhandengekommenen Schlüssel. Als offizielle Diagnose existiert die Smartphone-Sucht momentan noch nicht. Ich denke aber trotzdem, dass man den exzessiven Gebrauch des Smartphones ernst nehmen sollte. Dabei ist Genauigkeit wichtig: Man sagt zum Beispiel, jemand sei alkohol- und nicht flaschenabhängig.

So gilt es auch im Fall des Smartphones zu unterscheiden zwischen dem Gerät und seinen Inhalten. Ob aber die Online-Sucht zum psychischen Problem führt oder umgekehrt, bleibt meist ungeklärt. Welche weiteren Beschwerden gehen womöglich auf das Konto des Smartphones? Für die Online-Welt gilt das erst recht. Das liegt unter anderem an den Geschäftsmodellen von Tech-Plattformen. Weil wir für Messenger mit unseren Daten zahlen, produzieren Unternehmen Applikationen, die Sucht erzeugen und einen Kommunikationsdruck aufbauen. Man denke an den blauen Doppelhaken bei Whatsapp.

Er zeigt an, dass meine Nachricht vom Empfänger gelesen wurde, was bei mir wiederum das Gefühl auslöst, antworten zu müssen. Viele Leute schalten diese Standardeinstellung nicht aus, weil sie zu faul sind oder Angst haben, Wichtiges zu versäumen. Es fehlen belastbare Studien, die das nahelegen würden.


  • iphone 8 Plus blaue haken whatsapp!
  • überwachung gps handy.
  • Eine Antwort auf „Leben ohne Handy und Computer“.
  • ortung beim iphone 8 ausschalten.

Auf der anderen Seite zeigt uns die Forschung, dass Persönlichkeit etwas relativ Stabiles ist. Zwar legen erste Studien nahe, dass die Interaktion mit digitalen Welten unser Gehirn verändern kann; aber inwiefern sich das in unserem Wesen niederschlägt, ist eine bislang noch relativ unbeantwortete Frage.

Merkel spielt am Handy

Stellt das Smartphone eine Verlängerung unseres Denkapparats dar? Das wird diskutiert. Übrigens lassen sich auch Persönlichkeitsdimensionen beschreiben, die ein bestimmtes Nutzungsverhalten etwas wahrscheinlicher machen: Offenheit für Erfahrung, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Dabei zeigt sich etwa, dass Ängstlichkeit und emotionale Instabilität mit einer stärkeren Tendenz zum problematischen Smartphonegebrauch einhergehen.

Durchschnittlich 23 Euro Taschengeld pro Monat

Was beispielsweise auch unstrittig ist: Frauen verbringen deutlich mehr Zeit auf Whatsapp als Männer. Gleichwohl sei betont, dass es zu einfach wäre, all dies in Typologien aufzulösen; das würde nahelegen, es gäbe so etwas wie eine Suchtpersönlichkeit. Da menschliches Verhalten extrem komplex ist, reden wir hier von Wahrscheinlichkeiten. Monatelang blieb der Entwurf für das neue Verfassungsschutzgesetz einfach liegen. Nach dem Anschlag von Halle könnte es jetzt schnell damit gehen — doch bislang sind sich Innenminister Horst Seehofer und Justizministerin Christine Lambrecht uneinig.

Google probiert im Pixel 4 einen neuen Sensor aus. Mit Hilfe von Radartechnologie lasst sich das Smartphone berührungslos steuern. Auch die Kamera überzeugt mit einer neuen Funktion.

Kaum ein Leiden schränkt das tägliche Leben so sehr ein wie Migräne. Auf der ganzen Welt gibt es eine Milliarde Patienten. Viele werden nicht adäquat therapiert — obwohl es Lösungen gibt. Wer Sympathien bekundet, wird unterstützt. Wer gegen die Demonstranten ist, muss mit Vandalismus rechnen.